Ein Fotoausflug in den Osten Sri Lankas

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Ein Fotoausflug in den Osten Sri Lankas

Nachdem wir Thailand und Kuala Lumpur mit unseren Kameras unsicher gemacht haben, steht nun die nächste große Station unserer Asienreise auf dem Programm: Fünf Wochen Sri Lanka.

Die ersten Tage haben wir in Colombo verbracht, da wir unser Visum verlängern mussten. Die Hauptstadt Sri Lankas ist wohl der unattraktivste Fleck des Landes und so waren wir sehr froh, als wir die kleine Propellermaschine bestiegen haben, die uns einmal quer über die Insel in den Osten des Landes brachte.

Trincomalee - Wo der Tourismus langsam erwacht

Unser Ziel war der Ort Trincomalee an der Ostküste, der vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg im Land stark betroffen war. In den letzten Jahren kehrt nun endlich Normalität in der Region ein, Hotels und Gasthäuser eröffnen an den traumhaften Stränden und der Tourismus erwacht langsam zum Leben.

Die Stadt wird überwiegend von Tamilen bewohnt und ist dementsprechend stark hinduistisch geprägt. Weibliche Tamilen sind mit ihren bunten Kleidern und Saris ein Blickfang für jeden Fotografen

Zwei spannende Fotospots im Ort sind die beiden Hindutempel: Der Sri Pathrakali Tempel mitten im Ort und der Thiru Koneswaram, der auf dem Gipfel des Swami Rock hoch über dem Meer thront.

Der Thiru Koneswaram gehört zu den wichtigsten Shiva-Tempeln in Sri Lanka. Vor allem die riesige Shiva Statue am Eingang ist ein beeindruckendes Fotomotiv.

Rund um den Tempel und an verschiedenen anderen Stellen in Trincomalee sieht man immer wieder Rehe und Hirsche, ein doch recht ungewöhnlicher Anblick in Sri Lanka. Die Population existiert wohl schon seit einigen Jahrhunderten und wird von den Einheimischen nicht gejagt. Die Tiere sind deshalb auch kaum scheu und lassen sich recht einfach fotografieren.

Uppuveli - Einer der schönsten Strände des Landes

Ein paar Kilometer nördlich der Stadt Trincomalee befindet sich der Ort Uppuveli, dessen langer und breiter Sandstrand zu den schönsten in Sri Lanka zählt. Da der Tourismus noch in den Kinderschuhen steckt, ist der Strand noch nicht überfüllt und zugebaut. Erste Tendenzen dazu sind aber leider schon zu beobachten, wie auch an vielen anderen Stellen in Sri Lanka.

Momentan ist es aber noch sehr entspannt und vereinzelt laufen sogar noch Kühe am Strand entlang. Kühe sind in dieser Gegend überhaupt allgegenwärtig. Gern steht auch mal eine Kuh mitten auf einer viel befahrenen Kreuzung. Die Auto-, Tuk Tuk- und Busfahrer machen aber ganz geduldig einen weiten Bogen um jede Kuh, denn schließlich sind Kühe im Hinduismus heilig.

Wale beobachten

Die Küste vor Trincomalee ist bekannt als einer der besten Orte zum Wale beobachten. Hier gibt es sogar die riesigen Blauwale, die über 30 Meter lang werden können.

Das wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind 6:00 Uhr morgens mit einem kleinen Boot aufs offene Meer gefahren. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Während mehrerer heftiger Regenschauer haben wir etwas um unsere Kameras gebangt, aber es irgendwie geschafft, sie trocken zu halten. Wir selbst waren aber komplett durchnässt. Leider hatten die Wale auch keine Lust auf Regen und zeigten sich deshalb an diesem Tag nicht.

Dafür haben wir wahnsinnig viele Delphine gesehen, die in großen Schwärmen um unser Boot herum geschwommen sind. Das war auch eine tolle Erfahrung, die wir dank unseres Tamron-Reisezooms auch auf Fotos festhalten konnten.

Die beste Reisezeit für Sri Lankas Osten

Mit dem Wetter in Sri Lanka ist es so eine Sache. Die optimale Reisezeit gibt es nicht. Wenn an der Ostküste Regenzeit ist, ist es im Westen schön und andersrum. Hier bestätigen aber immer wieder Ausnahmen die Regel, weshalb man nie ganz sicher sein kann, dass es nicht doch irgendwo regnet. Noch dazu wird es von Jahr zu Jahr weniger vorhersehbar, in welchem Monat denn nun der Monsun von der einen auf die andere Seite der Insel wechselt.

In der Regel ist der Monsunwechsel von West nach Ost Ende Oktober. Leider begann das Schauspiel offenbar genau an dem Tag, als wir in Trincomalee angekommen sind. Laut Wetterbericht war es in den Tagen davor nämlich wunderbar sonnig und trocken.

Tja, Pech gehabt. Wir waren trotzdem froh, dem Osten einen kleinen Besuch abgestattet zu haben, auch wenn dieser kürzer als geplant ausgefallen ist. Direkt am nächsten Tag ging es also für uns weiter ins Zentrum der Insel. Dort begeben wir uns auf die Spuren des historischen Sri Lankas und werden in unserem nächsten Beitrag im Tamron Blog davon berichten.

Über den Autor: 22places

Jenny und Sebastian werden ihre Erlebnisse auf Reisen in den kommenden sechs Monaten im Tamron Magazin teilen.

In Zusammenarbeit mit Tamron zeigen die beiden in ihrem Online-Fotokurs (https://www.22places.de/fotografieren-lernen), wie einfach Fotografieren ist und vor allem wie viel Spaß es macht, die Welt nicht mehr im Automatikmodus abzulichten.

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